Osteopathische Behandlungen | Viszerale Behandlungen
Die viszerale Therapie beinhaltet die physiotherapeutische Untersuchung und manuelle Therapie der Organe im Becken, Bauchraum, Brustkorb, im vorderen Halsbereich sowie des Zwerchfells und Beckenbodens. Ursprünglich entwickelt wurde die viszerale Therapie von Jean-Pierre Barral und Pierre Mercier aus Frankreich und ist im Laufe der Jahre in die Osteopathie integriert worden. Neben der Bewegungsfreiheit der Organe wird auf die neurologischen und faszialen Verbindungen zum Bewegungsapparat sowie dem kraniosakralen System eingegangen. Die wechselseitigen Abhängigkeiten von Organen und Bewegungssystemen werden bei dieser Therapieform berücksichtigt, was folgende Zahlen nochmals verdeutlichen:
Von allen Störungen im Bewegungsapparat haben etwa 25% ihren Ausgangspunkt in einem inneren Organ, während bei primären Störungen im Bewegungsapparat innere Organe zu 50% sekundär beteiligt sind und mit behandelt werden müssen. So können zB Probleme mit dem Magen Schmerzen in der linken Schulter auslösen bzw. ein blockiertes Iliosacralgelenk kann sich in Darmstörungen spiegeln. Die Viszerale Therapie wird meist in eine physiotherapeutische Behandlung integriert, kann aber auch isoliert, zB bei Verdauungsstörungen, Senkungsbeschwerden oder anderen spezifischen Organerkrankungen angewandt werden.